Informationen zum Borkenkäfer und zur Bekämpfung

Bohrmehl auf der Rinde eines Baumstamms

Die Fichtenborkenkäfer haben sich im Jahr 2019 stark vermehrt. Seit Anfang April 2020 sind Buchdrucker und Kupferstecher wieder aktiv. Sie haben in der Rinde vieler Fichten überwintert und haben bereits zum ersten großen Schwärmflug gestartet. Alle Waldbesitzer sind nun aufgerufen, befallene Fichten (mit der Rinde) schnellstmöglich aus dem Wald zu entfernen.

Mai 2021
Aktuelles Geschehen

Beginnender Schwärmflug bei warmen Temperaturen

Borkenkäfer bei der EiablageZoombild vorhanden

Foto: Tobias Hase, StMELF

Aufgrund der kühleren Temperaturen im April verzögerte sich bislang der Schwärmflug der Borkenkäfer. Sobald es jedoch zu warm-trockener Witterung kommt, ist in tieferen Lagen mit einem ersten, anhaltenden Schwärmflug zu rechnen.
Über 600 m ü. NN wird die benötigte "Wärmesumme" Anfang Mai voraussichtlich noch nicht erzielt. Der erste Schwärmflug wird hier noch einige Zeit dauern.

Maßnahmen für das Frühjahr 2021

Alle Waldbesitzer sind dringend angehalten, Ihre Waldstücke konsequent auf Befall zu kontrollieren, sobald über mehrere Tage warme Temperaturen vorherrschen.

Vorgehen bei vorhandenem Befall aus dem Vorjahr

Schadbild des Borkenkäfer im BestandZoombild vorhanden

Foto: Florian Stahl, LWF

Besonders dort, wo im letzten Jahr Befall gefunden wurde, sollte weiter kontrolliert werden, ebenso an Bestandesrändern und besonders besonnten Waldstücken. Befinden sich noch Fichten im Bestand, die bereits im letzten Jahr befallen wurden und noch ihre Rinde haben, sollten diese zeitnah aufgearbeitet und mindestens 500 Meter außerhalb des Waldes gelagert werden.

Suche nach frischem Befall im Bestand

BuchdruckerZoombild vorhanden

Foto: Florian Stahl, LWF

Buchdruckerbefall lässt sich bereits sehr früh am Auswurf des braunen Bohrmehls erkennen. Diese sammelt sich am Stammfuss, in Rindenschuppen, Spinnweben und auf der Bodenvegetation. Die Einbohrlöcher des Buchdruckers liegen dabei in der Regel zwischen Rindenschuppen.
Werden frisch befallene Fichtenstämme gefunden, müssen diese im Sinne einer "sauberen Waldwirtschaft" zeitnah eingeschlagen und aus dem Bestand abgefahren oder vor Ort entrindet werden. Im Wald liegendes bruttaugliches Material muss ebenfalls entfernt oder (z. B. durch Mulchen oder Hacken) unschädlich gemacht werden.

Weitere Informationen

Einen detaillierten Einblick in das aktuelle Geschehen zur beginnenden Borkenkäfersaison 2021 sowie weitere Tipps zur Suche und Bekämpfung der Borkenkäfer finden Sie im aktuellen „Blickpunkt Waldschutz“ der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) unter folgendem Link:

Eigenwilliger April verzögert Schwärmflug - Blickpunkt Waldschutz 2/2021 - LWF Externer Link

Wie Sie Käferbefall erkennen und was Sie bei der Aufarbeitung beachten sollten, sehen Sie in den beiden Video-Tutorials und der Bildergalerie. Die insektizidfreie Borkenkäferbekämpfung wird finanziell vom Staat gefördert. Für eine kostenlose Beratung stehen Ihnen Ihr Revierförster oder unsere Fachkräfte für Borkenkäfer gerne zur Verfügung.

Fachkräfte für Borkenkäfer

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Borkenkäfersuche - Tutorial

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Borkenkäferbekämpfung - Tutorial

Borkenkäfergalerie - Fotos zur Erkennung von Borkenkäferschäden

Förderung

Bedingungen zur Förderung der insektizidfreien Käferholzaufarbeitung

Neue Förderrichtlinie seit 17. Februar 2020 mit folgenden, neuen Fördersätzen:

  • Vorbereitung der Schadholzaufarbeitung
    • i.V.m. Direktabfuhr ins Sägewerk 5 €/fm
    • i.V.m. Verbringen auf Zwischenlager 12 €/fm
    • i.V.m. Entrinden maschinell 10 €/fm
    • i.V.m. Entrinden manuell 20 €/fm
    • i.V.m. Waldrestholz mulchen/hacken 10 €/fm
    • i.V.m. Waldrestholz Eigennutzung 10 €/fm
  • Mindestförderbetrag: 500 €
  • Keine Insektizide erlaubt
  • Waldschutzwirksame Aufarbeitung des vollständigen Baumes (d.h. Aufarbeitung von Stammholz; Aufarbeitung Krone im notwendigen Umfang):
    • Lagerung mindestens 500 Meter zum nächsten Fichtenwald
    • Entrindung
    • Hacken
  • Im Schutzwald wird die Borkenkäferbekämpfung mit erhöhten Fördersätzen gefördert.

Kontaktieren Sie den zuständigen Revierleiter möglichst bevor Sie mit der Aufarbeitung beginnen!

Weitere Informationen